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 Magische Gegenstände

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Hexekati
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BeitragThema: Magische Gegenstände   Di 4 März 2008 - 18:13

Der Besen:
Kaum ein Gegenstand ist im Volksglauben so mit der Hexe verbunden wie der Besen. Der Besen ist es, der die Hexen zu ihren Sabbaten auf den Blocksberg bringt, auf dem Besen reitet die Hexen durch die Vollmondnacht.

Doch wofür wird der Besen eigentlich wirklich benutzt. Nun die Erklärung ist so einfach wie auch zwingend logisch, zum kehren und säubern. Der Ritualplatz wird mit dem Besen gereinigt. Doch geht es hier weniger um physische Verschmutzungen, sondern eher um Verschmutzungen energetischer Art.

Der Hexenbesen wird traditionell aus einem Eschenstab, Birkenreiser und einer Weidenbindung gefertigt. Doch solche Besen zu finden wird immer schwieriger in Zeiten des Staub- und Laubsaugern. Allerdings finden sich in letzter Zeit immer wieder auf Mittelaltermärkten Besenbinder ein, die noch genau solche Besen im Angebot haben. Also beim nächsten Mittelaltermarkt los geflogen und nach Besen geschaut.

Der Besen ist ein Werkzeug der Schwelle. So wie er im profanen Leben, den Dreck aus der Wohnung über die Schwelle nach draussen befördert, so dient er in magischen Ritualen auch als Schwelle.

So springen, zum Beispiel bei Hexenhochzeiten, die Brautleute über den Besen in einen neuen Lebensabschnitt, sie überschreiten eine Schwelle.

Auch als Schutz dient der Besen, es soll die Schwelle des Hauses schützen vor negativer Energie . Und noch etwas sei in diesem Zusammenhang erwähnt, der Besen steht für das eigene Heim und dafür, das ein jeder erst vor seiner Türe fegen soll.

Der Zauberstab:
Symbol der Macht und Kraft. Viele Traditionen ordnen den Zauberstab dem Süden zu und somit dem Feuer. Diese Zuordnung entstammt dem System des “Order of the Golden Dawn”. Die Mitglieder des Ordens haben aber das traditionelle System dergestalt verändert, das sie Athame bzw. Schwert und Zauberstab in den Zuordnungen getauscht haben.

Für mich persönlich ist dies nicht nachvollziehbar. Das Feuer ist das Element, das dem eigentlichen Leben, nicht dem der astralen Ebene, am nächsten kommt. Es benötigt Nahrung um existieren zu können. Wasser, Luft und Erde sind, Feuer kann nur durch Nahrung existieren. Der Zauberstab traditionell aus Holz gefertigt, soll nun dem Element zugeordnet sein, das Holz als Nahrung benötigt. Hier entscheide ich mich doch für die traditionelle Zuordnung, der Zauberstab wird dem Osten und somit der Luft zugeordnet.

Der Zauberstab wird dazu genutzt Gott und Göttin anzurufen, Energien zu lenken, magische Symbole zu zeichnen und natürlich auch den Kreis zu ziehen.

Der Kessel
Der Kessel ist das Symbol für die Göttin ! Seit jeher begleitet der Kessel unsere Rituale und er steht vielfach in ihrem Mittelpunkt. Der Kessel steht für das Element Wasser, für Transformation, Unsterblichkeit und Wiedergeburt..

Der berühmteste Ritualkessel ist der Kessel von Gundestrup mit seinen Darstellungen, auch des Cernunnos. In vielen europäischen Mythen und Legenden finden wir den Kessel. So gibt es Reliefs die die Göttin Cerridwen zeigen, die gefallene Krieger in den Kessel taucht und die dann wiedergeboren werden.

Die Nutzung des Kessels ist vielfältig. Im Frühjahr kann er Blumen aufnehmen, die auf dem Altar die Zeit des Wachstums und der Blüte repräsentieren, im Winter kann man in ihm ein Feuer entzünden, das die Wiedergeburt der Sonne symbolisiert. Auch zur Divination ( Zukunftsschau oder Weissagung) wird er genutzt. Mit Wasser gefüllt schaut mensch auf die schwarze Oberfläche und nutzt ihn als magischen Spiegel, oder mensch lässt Wachs in das Wasser tropfen um aus der Form des Wachses intuitive Assoziationen heraufzubeschwören.

Der Kelch
Der Kelch ist eigentlich auch eine Art Kessel. Auch er ist der der Göttin geweiht und dem Element Wasser zugeordnet. Doch aus dem Kelch kann man natürlich wesentlich besser trinken. :-)). Während der Kessel seinen Platz auf dem Altar in der Mitte findet, so steht der Kelch im Westen.

Der Kelch symbolisiert auch die Fruchtbarkeit. In WICCA-Ritualen wird die symbolische Vereinigung von Gott und Göttin dadurch zelebriert, das das Athame ( Symbol der Gottes ) in den Kelch ( Symbol der Göttin ) eingetaucht wird.

Auch bei Vollmondritualen wird der Kelch genutzt um die Energien des Mondes in das Gefäss und in die Flüssigkeit ( Wasser oder Wein ) zu ziehen, so das wir sie in uns aufnehmen können.

Der Drudenfuß
Das Pentagramm oder der Drudenfuss ist ein uraltes Schutzsymbol und hat auch nichts mit Satanismus oder dergleichen zu tun.

Ich möchte hier noch einmal kurz auf den Satanismus eingehen, da er ja unsere Symbole missbraucht, wie auch die der Christen. Der Satanismus hat mit dem Heidentum und der alten Religionen nichts zu tun. Unsere Vorfahren kannten das Konzept eines personifizierten Herrscher des Bösen nicht. In den ersten christlichen Texten wurde der Teufel in seinem griechischen oder lateinischen Namen betitelt, da es im europäischen Sprachraum keine Entsprechung gab.

Auch ist das umgedrehte Pentagramm kein satanisches Zeichen, sondern zeigt einen Einweihungsgrad an. Hier wird die Stufe symbolisiert in der der- oder diejenige in der PriesterInnenschaft gerade speziell unter der Herrschaft des Gottes steht.

Das umgedrehte Pentagramm symbolisiert unsere Herkunft und Zugehörigkeit zur Natur und zum Tierreich. Es steht für die Urkräfte, Instinkte und Leidenschaften.

Das Pentakel wird auf dem Altar in den Norden gelegt, da es für das Element Erde steht. Im inneren des fünfzackigen Stern werden Amulette abgelegt oder geweiht. Viele Menschen hängen das Pentakel auch über die Tür um so einen magischen Schutzschild permanent für das eigene Heim aufrecht zu erhalten

Das Ritualmesser
Hexen sind im Besitz zweier Ritualmesser. Eines mit weissem Griff, das Bolline und eines mit schwarzem Griff, das Athame.

Eines sei hier mit allem Nachdruck zu vermerken, Hexen benutzen ihre Ritualmesser nicht für Blutopfer. Hexen opfern keine Tiere oder Menschen. Opfergaben an die Göttinnen und Götter sind Blumen, Steine, Räucherwerk, persönliche Gegenstände, Wein, Brot oder Kuchen und ähnliches, doch niemals wird Blut vergossen. Dies noch einmal in aller Deutlichkeit, auch an jene gerichtet, die Hexen und Heiden immer noch solche Dinge unterstellen.

Das Athame

Wie schon beim Zauberstab erwähnt, hat sich die Zuordnung des magischen Messers zu einem Element in der Vergangenheit, vor allem durch die Arbeit des Order of the Golden Dawn, verändert. Viele orientieren sich hieran und ordnen das Athame der Luft und somit dem Osten zu.

Ich für meine Person halte dies für falsch. Das Athame steht für den Süden und das Feuer. Das Athame dient eigendlich nicht zum Schneiden, sondern es lenkt wie der Stab, Energien die im Ritual oder beim Zaubern frei gesetzt werden. Eisen hat eine besondere Eigenschaft Energien zu speichern, viele Sagen berichten von magischen Schwertern, also eigentlich grossen Messern, mit besonderen Fähigkeiten. Das berühmteste Schwert ist wohl Excalibur.

Der schwarze Griff dient dem Schutz. Schwarz ist eine Schutzfarbe und hat die Fähigkeit Energien zu absorbieren. Das Messer steht als phallisches Symbol für den Gott. In der rituellen Vereinigung von Gott und Göttin wird das Athame in den Kelch ( Symbol der Göttin ) getaucht.


Das Bolline

Diese weisse Messer dient nicht dem Lenken von Energien, sondern dem Schneiden. Es wird genutzt um Ritualkuchen zu schneiden, Kräuter, Blumen etc. Ein weiteres Feld der Nutzung ist das Schnitzen und Zeichnen von magischen Symbolen in Ton, Sand, Holz, Amuletten oder Kerzen.

Einige Traditionen verlangen, das das Bolline nur im magischen Kreis benutzt werden darf, doch wie soll mensch dann Blumen, Kräuter oder Korn schneiden.


Ein wichtiger Hinweiss:

Der Besitz eines solchen Messers unterliegt dem Waffenrecht, das zwar den Besitz eines langen Schlachtermessers oder Küchenmessers für unproblematisch hält, doch Dolche für gefährliche Waffen. Sei es drum, wir müssen damit leben. Also zweischneidige Dolche dürfen in der Öffentlichkeit nicht getragen werden. Solltet ihr ins Ausland fahren, lasst es zu Hause , den bei Polizei oder Grenzkontrollen könnt ihr es verlieren. Eine Freundin von uns durfte ihr Athame beim Schweitzer Zoll abgeben.

Also handelt mit Vorsicht und Überlegung. Verstaut es gut, wenn ihr zu einem Ritualplatz geht.

Ein Tipp: Wenn ihr beim Bolline eine Seite abstumpft und das Athame auf beiden Seiten Abstumpft sind es nur noch Dekrationswaffen. Viele Hexen sehen es nicht mehr als absolut notwendig an, das das Athame absolut scharf geschliffen sein muss.

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taranis
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BeitragThema: Re: Magische Gegenstände   Do 31 Jul 2008 - 1:11

Also schon mal vorweg: tolle Gedanken zu den magischen Gegenständen.

Da für eine Hexe der Besen ja doch ein wichtiges "Transportmittel" darstellt, hier einige weitere, wie ich finde, hieb- und stichfeste Fakten dazu.

Tatsächlich werden Hexen ja traditionell seit dem Mittelalter stark über ihren Besen definiert und identifiziert.

Man sollte sich jedoch Gedanken dazu machen bzw. überprüfen, ob auch vorher schon besenreitende Hexen durch Quellen belegbar sind. Die entsprecheden Darstellungen entspringen ja eigentlich alle christlichen, d. h. diffamierenden Ursprüngen. Wichtig sei er nach den entsprechenden Verhörprotokollen der kirchlichen Organe für den berühmten Hexenritt, auf den noch einzugehen sein wird.

Sucht man darüber hinaus nach nicht- christlichen bzw. vorchristlichen Belegen und Quellen, wird es sehr, sehr dünn. Deswegen möchte ich hier ein bisschen ansetzen.

Bilder also in diesem Zusammenhang- Fehlanzeige. Wer mich kennt- ich gebe bei der Recherche nie auf.

Man kann sich an dieser Stelle zunächst einmal damit befassen, was der Besen materiell darstellt. Wie oben geschildert, Stiel aus Esche oder Haselnuss, Ruten aus Birke und Bindung aus Weide.

Dies lässt den geübten Volkskundler (bin hier vor allem in Bayern versiert) doch schon aufhorchen: alles heilige Bäume des keltischen, teils germanischen Kulturkreises, teils in christliche Traditionen integriert ( in Bayern Haselnuss vor allem Ostern, Birke Fronleichnam). Diese Dinge sind aus allen erdenklichen Quellen (Urkunden,mündliche Tradition, Bilder) problemlos nachweisbar.

Will man wieder die vorchristliche Zeit ins Zentrum der Betrachtung stellen, muss man quellenmäßig Bayern örtlich verlassen, den Kulturkreis jedoch nicht wechseln. Hier bietet sich die schriftliche keltische Tradition aus Irland an, die in Ihren Heldensagen die genannten Baum-/ Straucharten schriftlich und ausdrücklich als heilig und für magische Handlungen bedeutsam erwähnt (Quellen bei mir auf Anfrage).

Hier hätten wir also schon den gesuchten nachweisbaren Zusammenhang zumindest zwischen den Einzelbestandteilen des Besens und den magischen Handlungen bzw deren Ausführenden.

Auf einem Besen ritt hier jedoch noch niemand. Also: weiter in der Recherche.

Ich stieg tiefer in die Bedeutung der " Einzelteile " ein, da ich sonst keinen Anhaltspunkt mehr fand. Warum waren den Kelten diese Bäume und vor allem auch Teile davon (Zweige) so wertvoll? Warum waren Sie Gegenstand kultischer Handlungen?

Der Weg führte mich aus Irland wieder nach Bayern, nämlich in das relativ neue Keltenmuseum in Manching. Dort findet man einen aus Metall, wohl Eisenlegierung hergestellten und vergoldeten besonders schönen Kultbaum.

Dieses wiederum bietet Anregungen zu den Untersuchungen, was die die Kelten mit ihren heiligen Bäumen überhaupt am Hut hatten.

Hier helfen uns wieder inselkletische schriftliche Überlieferungen und Ergebnisse der Archäologie, d. h. Abbildungen auf Kultgefäßen weiter.

Der Baum war deswegen so bedeutend, da er mit seinen Wurzeln mit der Muttergottheit verbunden war, nämlich der Erde (Rosmerta) und seine Äste gen Himmel streckte, also in die Sphäre der männlichen Gottheit (Taranis). Der Baum bildete also die Verbindung zwischen beiden Teilen der Gottheit und war daher ein Symbol der Fruchtbarkeit und der Vereinigung zwischen weiblichem und männlichem Prinzip.

Kehren wir wieder in die christliche, mittelalterliche Zeit zurück. Hier reitet die Hexe ja schon auf ihrem Besen, die Verbindung Zweig/ Reis und magische, jedoch ungehörige und sündhafte Handlung wird hier schon von der Kirche unterstellt. Von den christlichen Heiligen ritten ja auch die wenigsten auf irgendwelchen Besen oder beschäftigten sich mit Bäumen.

Hier kommt wieder die Volkskunde ins Spiel: Für eine Frau der damligen Zeit war es überhaupt undenkbar, so wie bei den meisten Hexen abgebildet, mit irgendetwas(was auch immer) zwischen den Beinen zu reiten. Das wirkte obszön und erinnerte an die fleischliche Sünde (womit wir schon wieder bei unserer Vereinigung sind).

" Hagezussa", also Zaun- oder Heckenreiterin nannte man die Hexen (das Wort Hexe selbst leitet sich davon ab). Hier kann man ebenfalls gut erkennen dass eigentlich nicht der Besen, sondern die Reiser das Entscheidende waren. Der Zaun oder die Hecke standen übrigens auch als Symbol für die Grenze zwischen den beiden Welten.

Aber es kommt noch besser:Wohin sollten die Hexen dann aber eigentlich reiten? Zu gemeinsamen Treffen, meist auf einem Berg, bei der sie sich zu allerhand Umtrieben, vor allem aber zur geschlechtlichen Begegnung mit Satan ( z. B. der berühmte Kuss auf den Allerwertesten) und letztlich zur geschlechtlichen Vereinigung mit dem Teufel trafen.

Was man also hier beobachtet: der Besen als Symbol für eine (ungehörige und sündhafte) Vereinigung der Frau (Hexe) mit dem Repräsentanten des Bösen, männlich.

Fazit: Wir sehen eine Verkehrung der heiligen und positiven Vereinigung zwischen männlichem und weiblichem Prinzip durch das Christentum in den nagativen Bereich der Sünde und der personifizierten Sünde, d. h. des Teufels.

Es ging also um die Vernichtung der alten Religion. Diese wurde gleichsam durch den Besen, die Bündelung der heiligen Ruten/ Reiser symbolisiert.
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BeitragThema: Re: Magische Gegenstände   Do 31 Jul 2008 - 1:32

Zur Fortsetzung: bei Gelegenheit werde ich mich mal dem Thema Zauberstab widmen. Hier habe ich eindeutige schriftliche Quellen inselkeltischen Ursprunges gefunden.

Gerne würde ich mich auch mal zu "Sator- Quadrat" äußern, Thema gibt es aber anscheinend nur bei den Junghexen. Latein und vor allem Symbolrätsel in Latein liebe ich! Habe da allerhand Erfahrung mit der Dechiffrierung.

Wer noch zusätzliche Fragen zu meinen Beiträgen hat, bitte!

Et in Arcadia ego!
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BeitragThema: Re: Magische Gegenstände   Do 31 Jul 2008 - 2:16

Bin jetzt kurz vor Ablauf der "Geisterstunde" nochmals zurückgekehrt. Eine Sache habe ich vergessen!

Hexensalbe! Dazu möchte ich noch kurz anmerken, dass die Erklärung des Fluges gleichsam als eine psychische Erscheinung, also nicht materielle oder reelle durch Rausch o. ä. durch Inhaltstoffe der Salbe meiner Erkenntnis nach keinesfalls mehr haltbar ist.

Man muss hier nur vielfältige mittelalterliche Quellen lesen, z. B. Hexenhammer und man wird desillusioniert.

Die Hexen sollen nämlich hiernach mit den Salben nicht sich selbst, sondern ihre Fluggeräte (notfalls tat es auch ein Stuhl) eingerieben haben, um ihnen die Flugfähigkeit zu verleihen. Davon wird man sicher nicht in Trance fallen.

Das wiederum soll aber nicht heißen, dass es den heiligen oder kultischen Rausch nicht gäbe oder gegeben habe. Dieser ist hervorragend sogar durch vorchristliche Schriftquellen belegt.

Also ein "Abflug" in ganz anderen heiligen, später magischen Zusammenhängen, tatsächlich meist durch pflanzliche Stoffe bewirkt,nicht aber direkt mit dem Hexenflug zu verbinden.

Beim Hexenflug steht definitiv mehr der "Abflug" bei der geschlechtlichen Vereinigung im Mittelpunkt.

So, genug für heute, ich fliege jetzt ins Bett.

T
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BeitragThema: Re: Magische Gegenstände   Do 31 Jul 2008 - 7:16

taranis schrieb:
Zur Fortsetzung: bei Gelegenheit werde ich mich mal dem Thema Zauberstab widmen. Hier habe ich eindeutige schriftliche Quellen inselkeltischen Ursprunges gefunden.

Gerne würde ich mich auch mal zu "Sator- Quadrat" äußern, Thema gibt es aber anscheinend nur bei den Junghexen. Latein und vor allem Symbolrätsel in Latein liebe ich! Habe da allerhand Erfahrung mit der Dechiffrierung.

Wer noch zusätzliche Fragen zu meinen Beiträgen hat, bitte!

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Huhu,
Du kannst gerne ein neues Thema hier eröffnen und etwas zum Sator-Quadrat schreiben Smile
Lg Kati

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BeitragThema: Re: Magische Gegenstände   Fr 1 Aug 2008 - 2:52

Hier wie versprochen eine Quelle zur Herstellung und Funktion eines Zauberstabes.

Die Geschichte ist im frühen Mittelalter niedergeschrieben worden, jedoch insgesamt viel älter. Die Übersetzung stammt von mir selbst. Es geht um die inselkeltische Heldensage über Cuchulinn. Dazu folgende Vorgeschichte:

Cuchulinn ist sehr erzürnt, dass sein Herr und Clanchef sich mit einer intriganten und verräterischen, jedoch schönen Frau geschlechtlich eingelassen hat. Die Folgen für den Clan sind verheerend, auch Cuchulinn leidet darunter. Um die unerträgliche Situation zu beenden, bereitet er einen Fluch vor.


...Cuchulinn fertigte einen Reifen aus Eichenholz und schnitt in das Verbindungstück eine Botschaft in Oghamschrift. Diesen Ring schob er über den Steinpfeiler bei Ard Cuilenn und ging zu der Frau.

Der Rasende ging hinaus und es tat ihm weh, dass sein Herr von der schönen Frau so schändlich verraten wurde. Da nahm er draußen ein Messer, schnitt sich einen Haselnusstab ab und schnitt in seine Rinde in Oghamzeichen folgende Worte:

"Ein Erlenstock schiebt sich in das goldene Gehege. Tödlicher Nachtschatten (eine Pflanze, meiner Meinung nach Tollkirsche) rankt an der Wand des Hauses. Nur ein Narr liebt eine herausfordernde Frau. Öde Heide bedeckt die leere Höhe von Uallan in Lagin."

Diesen Stab warf er vor den Hauseingang, als Finn abends mit seinen Jägern zurückkam.

Kurzer Kommentar: Zunächst sehen wir ein Opfer an die Götter am Heiligtum aus Stein.

Dann wird der Zauberstab hergestellt. Auf ihm wird das verhängnisvolle Ereignis genannt, weiterhin auf die Folgen hingewiesen. Dann wird das gewünschte Ergebnis des Fluches eingraviert.

Letztlich wird der Fluch gleichsam aktiviert, indem in Anwesenheit des Betroffenen der Zauberstab auf den Boden geworfen wird.

Ziel des Fluches ist der Abzug der Lebenskraft vom Haus und dessen Umgebung, weiterhin von der verfluchten Person.

Gibt es einen besseren Beleg für die Herstellung, Funktion und Wirkkraft eines Zauberstabes?

Anmerkung: Die Erklärung der Hervorrufung des Fluches habe ich absichtlich etwas reduziert und wichtige Punkte ausgelassen. Ich möchte nicht, dass durch voreilige Nachahmung jemandem Schaden entsteht. Das gleiche Prinzip kann jedoch auch im positiven Sinne zur Verstärkung der Lebenskraft genutzt werden. Im Detail erkläre ich dies jedoch nur geeigneten Personen und mündlich.

Die Elfen des grünen Hügels mögen Euch Freunde sein!

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BeitragThema: Re: Magische Gegenstände   Fr 1 Aug 2008 - 11:58

also ein paar kleine Anmerkungen.
Das Nachtschattengewächs dürfte ein Verwandter des Goldregens sein (er wurde gerne in früherer Zeit genommen, aber er liebt genauso wie die Tollkrische Energiereichen Boden!)

Sonst wurde die Stäbe auf der einen Seite aus Eichen gemacht (am besten sind dabei Mooreichen) und es sind und waren nicht die Zweige, sondern die Wurzel die die Kraft haben. (Sie können mehr Energie speichern und wieder abgeben und haben ein gleichmäßigeres Energiemuster!)

Und der Zweite Baum aus alten Zeiten ist die Eibe, sie wurde für unterschiedliche Dinge gebraucht, allerdings hier sind es die Zweige und nicht die Wurzeln, weil dieser Baum schnell Energie aufnehmen und abgeben kann, aber nur schwer sie speichert.)

Es gibt noch ein paar andere Holzarten mit anderen Fähigkeiten, aber das kommt dann später.
Die Aktivierung ist auch, naja nicht so ganz ..., aber das sind Dinge, die nicht offen durchs Netz gehen sollten. Es ist auch schön zu beobachten, was so umher geistern und was dann gebraucht werden muss.

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BeitragThema: Re: Magische Gegenstände   Fr 1 Aug 2008 - 19:38

Danke für Deine netten Anmerkungen. Ich gebe Dir natürlich recht, dass auch mit anderen Bäumen, davon hauptsächlich Zweige, Ruten und Wurzeln rituelle Handlungen (bzw. magische Handlungen, je nach Blickwinkel) vorgenommen werden können.

Dazu habe ich noch viele Originalquellen, die ich teils selbst gefunden habe (hauptsächlich in Archiven in Schottland, Irland, Wales und Bayern) oder wenigstens selbst übersetzt habe. Etlich davon sind aber zur Veröffentlichung hier nicht geeignet, einige schon ganz schön heftig. Da könnte sogar manche Hexe hier, glaube ich, die Krise oder Panik bekommen. In einigen Punkten würden sich wohl auch Illusionen in Luft auflösen....

Beim Thema Goldregen kann ich leider nicht zustimmen. Ich habe da schon sehr sorgfältig recherchiert. Der Text wurde von mir aus einer gälischen Version der Cuchulinn-Sage übersetzt. Dort heißt es eindeutig was mit Nacht und Schatten, eindeutig auch das Wort wachsen, sprießen, sprossen, also es muss ich um eine Pflanze handeln. Ich habe dann nachgesehen, ob es im schottisch- irischen Bereich wie im deutschen den Begriff Nachtschatten für eine Pflanzengattung überhaupt gibt. Das ist tatsächlich der Fall. Botanisch gesehen werden darunter Gewächse gefasst wie die genießbare Tomate, aber auch die extrem giftige Tollkirsche. Was ich weiter herausbringen konnte war, dass die Begriffe Nachtschatten und Tollkirsche in vielen Gegenden sogar synonym gebraucht werden. das ist sogar im Deutschen teils der Fall. Also es ist schon Tollkirsche.

Mit der kann man ja schon so einiges anfangen, sie wird auch heute sogar noch teilweise in der Medizin verwendet. Sie ist allerdings so exterm giftig, dass man bei der kleinsten Überdosis sofort hinüber, also tot ist. Im Gegensatz zum ebenfalls extrem giftigen Goldregen scheint sie jedoch in richtiger Dosierung keine bleibenden Schäden zu verursachen. Davon aber alle Finger weg, wenn man nicht Apotheker ist o. ä.!!!!!!

Früher wurde sie daher wohl von erfahrenen Anwendern zur Schmerzbekämpfung eingesetzt oder auch als berauschendes Mittel. Davon aber bitte ungedingt die Finger weg!

Nicht umsonst heisst es in der keltischen Quelle: tödlicher Nachtschatten...

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BeitragThema: Re: Magische Gegenstände   Fr 1 Aug 2008 - 23:11

Nochmal zum Goldregen, ist tatsächlich interessant. Botanisch gehört er nicht zu den Nachtschattengewächsen, sondern zu den Schmetterlingsblütlern. In unserer Gegend kommt er ursprünglich eigentlich nur in den Alpen vor, in Bayern, Österreich, Schweiz und Norditalien.

Weitere Arten wurden aus Amerika eingeführt.

Seine Verwendung als Gift oder in entsprechender Dosierung Heilmittel ist meiner Kenntnis nach vor dem späten Mittelalter nicht belegt.

Wenn Du da eine konkrete frühere Quelle kennst: interessiert mich sehr.

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