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 Samhain

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Andjeo
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BeitragThema: Samhain   Sa 15 März 2008 - 19:34

Samhain

Den meisten wird das Fest als Halloween bekannt sein, das ja in den letzten Jahren aus Amerika auch nach Deutschland geschwappt und sehr populär geworden ist. "Zubehör" wie Kürbisse, Hexenhüte und anderes gibt es vielenorts zu kaufen, und Halloween Parties sind regelrecht Mode geworden.

Samhain ist keltischen Ursprungs und findet seine christliche (natürlich später eingeführte) Entsprechung in dem Feiertag Allerheiligen. Der spätere Name "Halloween" ist auf "All Hallows´ Eve" zurückzuführen (englisch für: "Abend vor Allerheiligen". Samhain ist ein Mondfest, d.h. eigentlich fällt es auf den Neumond rund um den Novemberanfang, doch der übliche Termin für Samhain ist die Nacht vom 31. Oktober auf den ersten November. In dieser Nacht ist die Grenze zwischen der Dieswelt und der Anderswelt sehr dünn. Die Geister der Toten statten ihren Familien und Freunden einen Besuch ab, wir zünden für sie Kerzen an und gedenken ihrer. Die Ernte ist eingefahren und man spürt das Ausatmen der Erde. Die dunkelste Zeit des Jahres beginnt. Rückzug und spirituelle Arbeit sind angezeigt.

Im Jahreskreis liegt Samhain dem Beltanefest genau gegenüber, beide Feste zusammen ergeben ein Ganzes so wie Yin und Yang. Von den meisten wird Samhain als das Neujahrsfest der Hexen betrachtet - so ist es wohl auch traditionell anzusiedeln, da die Kelten einen anderen Kalender führten und alles mit der Nacht bzw. wie das neue Jahr in der dunklen Zeit begann (deswegen auch der Neumond-Termin; sonst ist ja eher der Vollmond als Kennzeichnung üblich). Einige feiern heutzutage jedoch auch Jul als das letzte Fest des Hexenjahres, da danach die Tage wieder länger werden. Ich denke, daß Samhain ein geeigneter Zeitpunkt für den Beginn darstellt, da zu dieser Jahreszeit ein absoluter Tiefpunkt erreicht ist, von dem aus neu begonnen werden kann. In früherer Zeit, als es nur zwei Jahreszeiten gab, kennzeichnete Samhain übrigens auch den Beginn des Winters.

Der Kürbis ist das Symbol schlechthin für Halloween, obwohl er mit dem ursprünglichen Samhain nichts gemein hat. Diese Pflanze ist nämlich in der Neuen Welt beheimatet und demnach erst als Folge der Entdeckung Amerikas nach Europa gelangt, wo sie zunächst jedoch noch keine Rolle im besagten Brauchtum spielte. Als Laterne eingesetzt wurde der Kürbis tatsächlich erst so um das Jahr 1850 in den USA. Zu dieser Zeit gab es aufgrund einer großen Hungersnot besonders viele irische Einwanderer, die ihre Gewohnheit, ausgehöhlte Rüben als Laterne zu benutzen, auf den Kürbis übertrugen. Ist Jack o´Lantern, wie die typische Kürbisfratze genannt wird, böse? Aus christlicher Sicht ist dies wohl zu bejahen, zumindest klingt das in der Geschichte von Jack o´Lantern so an *g*!

Um Schutz vor verwirrten umherirrenden Geistern zu erlangen, die ihr altes Heim nicht finden, ist ebenfalls der Brauch entstanden, sich (sozusagen als "Tarnung" gruselig zu verkleiden und lärmend durch die Gegend zu ziehen. Auch bei den Germanen findet man zeitgleich die Verkleidung wieder: am 11.11. beginnt schließlich der Fasching.

Ich finde die psychologische Wirkung von Samhain bzw. Halloween interessant, da die Auseinandersetzung mit dem Tod, der Dunkelheit und damit verbundenen (Ur-)Ängsten ganz bewußt und praktisch umgesetzt wird. Sowas wurde und wird in unserer Gesellschaft gern verdrängt, und ein Feiertag wie Allerheiligen kann das thematisch wohl kaum auffangen bzw. ist auf diese Art ja auch gar nicht dafür gedacht. Also egal, ob unabhängig vom "heidnischen Glauben" ein tieferer Sinn hinter der Halloween Party steht oder nicht, das Gruseln ist und bleibt eine Auseinandersetzung mit eigenen Ängsten auf relativ unterhaltsame Weise.


Symbole für Samhain sind wie schon erwähnt natürlich der Kürbis und die Kürbislaterne (Jack O´Lantern), aber auch Efeuranken, Vogelbeeren, Äpfel, Herbstlaub oder der Hexenbesen, der böse Geister "hinwegfegen" soll. Charakteristische Farben sind orange, dunkelgrün und braun.

Bräuche, Sagen und Legenden, die dieses Fest begleiten:

Man stellt eine Kerze ins Fenster, damit die Geister der Toten sich nicht verirren und den rechten Weg heim finden.

Etwas Wasser und ein Stück Brot wird für die Ahnen auf die Hausschwelle gestellt.

Wenn eine Frau zu Samhain schwanger ist, können (soweit sie einwilligt) die Geister sie fragen, ob sie durch das Kind wiedergeboren werden dürfen.

Der Hexenbesen wird vor die Tür gestellt, um böse Geister abzuhalten.

Zucchinisuppe
Samhain Ritualwein
Samhain Kekse
Natürlich darf bei dieser Feier ein Gericht mit Kürbissen nicht fehlen! Da ich Kürbisse nicht so gern mag, weiche ich meistens auf Zucchinis aus, die ja ebenfalls zu den Kürbisgewächsen gehören. Wer ein "echtes" Kürbisrezept möchte, findet es bei Lobelia (Link unten auf dieser Seite)!


....

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BeitragThema: Re: Samhain   Sa 15 März 2008 - 19:36

....

Zucchinisuppe
für 3 bis 4 Personen

1 große Zucchini
1 Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
1 Liter Gemüsebrühe nach Geschmack
1 Schuß Apfelessig oder 1 EL Senf
1 Becher Schmand oder Saure Sahne
etwas Butter
eventuell Weißwein anstatt Essig
als Gewürze: Salz, Pfeffer, Salbei
als Beilage: einige Scheiben Brot für geröstete Brotwürfel

Die Zwiebel und Knoblauchzehen werden kleingeschnitten und in etwas Butter angedünstet. Dann kommt die ebenfalls kleingeschnittene Zucchini dazu (ich schäle sie nicht!). Das Ganze wird jetzt mit der Brühe aufgefüllt. Das Gemüse weich kochen lassen und dann mit einem Pürierstab fein pürieren. Apfelessig oder Senf dazugeben, das macht die Suppe bekömmlicher und schmeckt auch ganz gut! Man kann aber auch mit Weißwein abschmecken. Den Schmand unterrühren und die Suppe mit Salz, Pfeffer und ein wenig Salbei nach Geschmack versehen. Wer es mag, kann zum Servieren Kürbiskerne (können mit dem Brot angeröstet werden) drüberstreuen. Als Beilage werden einige Brotscheiben in kleine Würfel geschnitten und in einer Pfanne mit etwas Butter angeröstet. Ich nehme dazu selbstgebackenes Feiertagsbrot.


Das passende Getränk für den weiteren Verlauf des Abends dürfte ein Ritualwein sein! Wer eher eine alkoholfreie Variante bevorzugt, kann den Rotwein einfach gegen Traubensaft austauschen. Natürlich dann auch den Rum weglassen *g*!

Samhain Ritualwein

1 Flasche Rotwein nach Geschmack
1 Zimtstange
1 Schuß Rum
frische Rosenblütenblätter
getrocknete Lavendelblüten

Den Rotwein oder Traubensaft langsam in einem Topf auf dem Herd erhitzen (darf nicht kochen!), dann die anderen Zutaten nach Geschmack hinzufügen. Wenn die Flüssigkeit erkaltet ist, wird sie durch ein Sieb gefiltert und ist trinkfertig. Natürlich kann der Wein auch warm getrunken werden; es sollte mit dem Abseihen dann jedoch einige Zeit gewartet werden, damit die Inhaltsstoffe aus den Zutaten in den Wein übergehen können. Besonders schön ist es, wenn man die Blütenblätter der letzten duftenden Rosen aus dem eigenen Garten verwendet!


Ebenfalls sehr lecker: Kekse zum Knabbern!

Samhain Kekse

350 g Mehl
250 g Puderzucker
125 g Butter
1 Päckchen Vanillezucker
1 Ampulle Rum- oder Mandelaroma
1 EL Honig
etwas Milch

Die Zutaten der Reihe nach miteinander vermengen (es entsteht eine bröckelige Masse). Zum Schluß vorsichtig soviel Milch dazu geben, bis ein gleichmäßig fester Teig entsteht. Den Teig eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, dann entweder den Teig ausrollen und Plätzchen ausstechen (Monde sind sehr schön, finde ich) oder eine Rolle formen und Scheiben abschneiden (können in Halbkreise zerteilt natürlich ebenfalls zu Monden geformt werden!). Je nachdem, wie dick die bearbeiteten Plätzchen nun sind, backen sie bei 180 °C ca. 8-10 Minuten, da muß man jedoch dabeibleiben und ein wenig aufpassen!

Guten Appetit und eine schöne Feier!

Quelle : http://www.oktobermond.de/oktobermond/samhain.html


(c) by Hexe Kati

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BeitragThema: Re: Samhain   Sa 15 März 2008 - 19:39

Warum höhlt man an Halloween denn nun Kürbisse aus und stellt Kerzen hinein?

Nun, zum einen dient auch die leuchtende Kürbisfratze zur Abschreckung böser Wesenheiten. Doch zum anderen rankt sich hierum noch eine alte irische Legende: Die Geschichte von Jack O’Lantern.
Dieser Jack war der Legende nach ein gewitzter, aber auch recht schlitzohriger Ire, der eines Tages wegen seiner Spiel- und Alkoholleidenschaft vom Teufel geholt werden sollte. Natürlich hatte der gute Jack rein gar keine Lust auf die Hölle und bat den Teufel noch um einen letzten Schluck Whisky. Da sagte der Teufel nicht nein, jedoch hatte Jack kein Geld dabei. Erstaunlich hilfsbereit verwandelte sich Beelzebub selber in eine Münze, damit Jack endlich seinen Whisky bezahlen und trinken konnte und dann mit ihm zur Hölle fahren. Aber Pustekuchen. Jack ließ Whisky Whisky sein und steckte die Münze in die Tasche. Auf der Tasche soll er ein Kreuz gehabt und den Teufel damit festgehalten haben. So gelinkt mußte der Teufel Jack noch ein Jahr Frist geben, bevor er ihn erneut holen kam.
Ein Jahr später kam er erneut, um unseren Jack abzuholen. Dieses Mal bat Jack darum, noch einen Apfel essen zu dürfen. Sehr schlau kann der Teufel nicht sein, denn er willigte wieder ein, obwohl ihm das Ungemach vom letzten Mal ja noch in guter Erinnerung gewesen sein dürfte. Da Jack alt und gebrechlich war, mußte Satan selber den Baum hinaufklettern, um ihm den Apfel zu holen. So hing er dann gutmütig oben im Geäst, als Jack schnell sein Messerchen zückte und ein Kreuz in den Baumstamm ritzte. Womit er sich weitere 10 Jahre erschwindelte, denn er sollte nun für den Teufel das Kreuz überschnitzen.
Als nun für Jack doch der Tag kam, an dem er sich zur letzten Ruhe legte, pochte er zunächst an die Himmelstür. Petrus schickte ihn jedoch weg, da er keinen Spieler und Säufer im Himmel haben wollte. Also zuckte Jack die Achseln und machte sich auf den Weg nach unten zu seinem alten Kumpel, dem Teufel. Der ließ ihn jedoch nicht freudestrahlend ein sondern war noch immer sauer, so gelinkt worden zu sein. Er knallte Jack also die Höllenpforte vor der Nase zu, reichte ihm jedoch vorher ein Stück Kohle, damit er auf seinem Weg durch die vielen dunklen Nächte wenigstens ein Lichtlein dabei hat. (Eigentlich erstaunlich, daß Petrus nicht auf diese Idee kam. Aber wahrscheinlich gibt’s im Himmel einfach keine Kohlen und das ewige Licht wird ja noch gebraucht.) In jedem Fall wollte der Teufel auch durch den Lichtschein gewarnt sein, damit er Jack nicht mehr über den Weg lief.
Jack fand es dann nicht allzu bequem, die heiße Kohle ständig in der Hand zu halten und nahm sich eine Rübe, die er aushöhlte und in die er das Stück Kohle hinein tat.
So kamen dann die Iren auf die Idee, daß eine solche Rübenlaterne den Teufel und damit auch böse Geister fern hält. Dieses Brauchtum nahmen sie auch mit nach Amerika, wo der dort heimische Kürbis die Rübe ersetzte.



(c) by Sheerie

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BeitragThema: Re: Samhain   Sa 15 März 2008 - 19:40

Ich hab hier etwas Interessantes zu Samhain gefunden!



Samhain
(Sam-fuin)
Der Vorläufer von Halloween wurde auf Irland schon vor 5000 Jahren gefeiert und zählt somit zu den ältesten Festtagen der Menschheit.
Tatsächlich markierte der (heutige) 31. Oktober einen starken Einschnitt: Das Ende des Jahres.

Samhain (ausgesprochen etwa wie 'Sa-un' oder Sa-u-in ) soll sich in einer Deutung von 'sam-fuin' ableiten und das heisst Sommers-Ende *).
Das keltische Jahr beschränkte sich auf die Jahreszeiten Sommer und Winter und zu Samhain endete das alte und begann das neue Jahr. Deshalb kommt Samhain auch mehr Bedeutung zu, als dem Sommeranfang (Beltane, das nächstwichtige Fest).
Zum Zeitpunkt Samhain sollte alles abgeschlossen sein, was es an Aktivitäten in der Landwirtschaft gegeben hat. Und es war auch der Abend, an dem die häusliche Gemeinschaft der Großfamilie wieder komplett zusammensitzen konnte.
Nicht zuletzt dieses Beisammensein war Anstoß für eine Feier und für zahlreiches Zeremoniell.


Die Samhain-Orakel
Aufgrund des Jahresbeginnes hatten die Prophezie und diverse Orakel am Abend des Samhain Hochkonjunktur. Nun, da alle - von diversen Aussendiensten in der Landwirtschaft zurückgekehrt - erstmals seit langem wieder in Ruhe beisammen waren und ein halbes Jahr häusliche Gemeinschaft bevorstand, galt das Interesse natürlich dem sozialen Zusammenleben. Und den dazugehörigen Highlights: Heirat, Reisen, Wohlergehen, Tod.
Also wurde versucht herauszufinden, wem was bevorstehen sollte.

Vor allem die Frage der Vermählungen beherrschte die Wissbegier, deshalb gab es auch zahlreiche Methoden, dies herauszufinden (oder auch zu lancieren). Heute noch (spielerisch?) gepflogen ist der Ring im Kuchen (barmbrack). Wer den eingebackenen Ring in seinem Stück fand, dem sollte unweigerlich Zweisamkeit bevorstehen.
Haselnüsse und Getreidekörner wurden als befähigt angesehen, über die Zukunft einer Verbindung Bescheid zu wissen: Wurden zwei davon in's Feuer gelegt, so galt es zu hoffen, dass sie ganz einfach verbrannten - das versprach Bestand für die Ehe. Sprang hingegen eines aus dem Feuer, dann sollte einer der Partner untreu werden.



Da man damals derartige Orakel und Prophezeiungen ernstzunehmen pflegte, sie geradezu als Auftrag empfand, lässt sich annehmen, dass sich die meisten (zumindest die leichter machbaren) auch tatsächlich erfüllten.
Für die geweissagten Eheschließungen gab es dann noch gewissermaßen eine Bedenkzeit von einem halben Jahr, geheiratet wurde üblicherweise ein halbes Jahr später zu Beltane - man sprach dem Frühjahrsfest mehr Fruchtbarkeit zu.



Die Rückkehr der Toten
Samhain stand aber nebst mehr oder weniger spielerischem Brauchtum noch unter einem zweiten Zeichen: Einem gewissen Bruch im Zeitengefüge.
Dem (ein halbes Jahr dauernden) Tag sollte nun die Periode der Nacht folgen. Und da waren die Wände zu anderen Welten besonders dünn, weil das alte Jahr zu Einbruch der Dunkelheit endete und das neue mit dem nächsten Tagesanbruch begann - die dazwischen liegende Nacht war somit ein Freiraum.

Man glaubte, dass die Toten an diesem Abend die Erlaubnis hätten, an den Ort ihres früheren Lebens zurückzukehren. Und da es sich aufgrunddessen natürlich größtenteils um hochverehrte Ahnen handelte, standen die Lebenden dem Ereignis mit etwas gemischten Gefühlen gegenüber - mit Achtung und mit Scheu.
Grundsätzlich hatten die Kelten ein recht unbefangenes Verhältnis zum Tod - man fürchtete weder das Sterben noch die Verstorbenen, aber da viel Unerklärliches damit verbunden war, blieb doch eine gewisse Scheu.

Solcherart wurden auch aus zweierlei Gründen Speisen und Getränke für die Besucher aus der anderen Welt bereitgestellt: Zum einen wollte man die Toten, die sich hier versammelten, ehren und zum anderen versuchte man sie damit abzuhalten, irgendwelchen Schaden an Haus und Bewohnern anzurichten.
Eines wusste man in jedem Fall: die Toten sollten nicht mit Lebenden zusammentreffen - also begab man sich trotz des Festtages früh zu Bett, um die Stuben den Besuchern zu überlassen. Und wer ein Geräusch hörte, ging dem besser nicht nach, denn nicht allzu selten waren Neugierige ganz einfach in den anderen Welten verschwunden.
Verschwunden nicht deshalb, weil sie den Toten zum Opfer gefallen waren, sondern weil sie - begünstigt durch die Nähe der Verstorbenen - im brüchigen Zeitengefüge auf der falschen Seite gelandet waren ...



Die Mär vom Totengott
*) Eine bisweilen vertretene andere Meinung besagt, Samhain sei der Herr der Toten, der seinen Schäfchen zu Sommersende eine Nacht freigibt, um sich zu vergnügen (was eben Tote so drunter verstehen...). Nun ist es jedoch so, dass es für die Iren überhaupt keinen Herrn der Toten gab und umliegende Völker hatte nachgewiesenermaßen welche mit anderen Namen als Samhain.
So gerne wir sonst eigentlich zweite Meinungen mögen, werden wir diese Götter-Theorie also verwerfen. Es ist anzunehmen, dass sie vom Christentum verbreitet wurde, um das (in der Bevölkerung nicht auszurottende) 'heidnische' Fest Samhain in Misskredit zu bringen. Mehr dazu unter All Hallowed Evening.

Ebenso als falsch anzunehmen ist der Erklärungsversuch, warum man sich zu Halloween verkleidet.
Die Behauptung, zu Samhain zurückkehrende Tote wären auf der Suche nach Lebenden, um in deren Körper zu schlüpfen (weswegen man sie mit Verkleidungen täuschen müsse), ist schlichtweg falsch. Im Grunde kann man von einer gewissen gegenseitigen Achtung der Lebenden und Toten füreinander ausgehen (es sind schließlich zumeist Verwandte), auch wenn ein Zusammentreffen vermieden wurde.
Für das Verkleiden gibt es wesentlich einfachere Erklärungen, vor allem diejenige, dass man weniger Scheu vor etwas haben muss, in dessen Haut man schon einmal gesteckt hat bzw. erfolgt durch das Nachmachen auch eine gewisse Verniedlichung. In jedem Fall steckt im Verkleiden sicherlich mehr Offensiv-Strategie als blanke Angst.

Darüber hinaus waren in der Nacht zu Samhain aus rein praktischen Gründen zahlreiche Bedürftige unterwegs - und denen fiel es aufgrund zerlumpter Kleidung nicht schwer, 'geisterhaft' zu wirken. Mehr dazu unter Trick Or Treat - Stichwort 'dumb supper'.

Quelle:
http://members.chello.at/hhofer/halloween-samhain.htm


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BeitragThema: Re: Samhain   Sa 15 März 2008 - 19:42

Das Fest Samhain ist ein reines Mondfest und findest immer am 11. Neumond des Jahres statt, sprich dieses Jahr am 10.11.
Nur an diesem Tag ist es auf Grund der kosmischen Schwingungen am besten möglich, einen guten Kontakt zu den Verstorbenen zu bekommen

Das Fest wurde von der chr. Kirche auf den fixen Termin vom 31.10.-1.11. gelegt und ist das heutige Halloween


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BeitragThema: Re: Samhain   Sa 15 März 2008 - 19:47

Drahzar schrieb :

Ja leider feiern die meisten es am 31. wie gesagt leider


Skatprofi hat gefragt :

Aber warum meinst Du leider Drahzar?


Hier die Antwort :


Die meisten Hexen Feiertage sind ursprünglich Feiertage,die über den Mondstand berechnet wurden/werden.Das heißt im Klartext,das sie flexibel sind,und keinem festen Termin wie.z.B. hier im Beispiel Halloween beschrieben - die Nacht zwischen dem 31.10 und dem 1.11 - den der Neumondtermin wäre dieses Jahr am 10.11........also 10 Tage später !

Für Rituale würde das evtl. heißen,das die Grenze zwischen Dieseits und Jenseits nicht mehr so dünn ist,bzw. noch nicht so dünn ist.Logischerweise erschwert das das ein oder andere Ritual dadurch,bzw. kostet den ein oder anderen mehr Kraft - physisch und psychisch -

Und soweit ich weiß richten sich die meisten Hexen nach den Terminen nach dem Mondkalender,um sich solche Überraschungen zu ersparen.

Außerdem hat es für viele auch mit Tradition zu tun,und ich denke mal,das es da keinen Unterschied zwischen den Hexen gibt - sprich egal ob Chaosmagier,"freifliegende" Hexe oder Wicca.......was die Feiertage angeht da ziehen sie alle an einem Strang.

Ich hoffe,ich habe das richtig erklärt..........sollte etwas falsch sein,dann bitte ich um Berichtigung...........


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BeitragThema: Re: Samhain   Mi 27 Okt 2010 - 19:10

Hier noch die Erklärung warum wir an diesem Tag "Süßes oder Saures" spielen^^

Trick or Treat


Erfunden - vielleicht besser gesagt: aufgegriffen - haben den Brauch offenbar clevere Junghistoriker, die im Geschichtsunterricht gut aufgepasst haben (wobei die Annahme, dass geschichtenerzählende Großeltern den Anstoß gaben, näher liegt).
In jedem Fall ist Trick or treat auf die Grundlagen des heidnisch-irischen Samhain - ebenfalls am 31. Oktober gefeiert und mit einer 5.000 Jahre alten Tradition ausgestattet - zurückzuführen.
An diesem Tag wurden (nebst einer Reihe von anderen traditionellen Handlungen) allerlei Leckereien für die Toten bereitgestellt, denen an diesem Tag Ausgang gewährt wird, um an ihre früheren Aufenthaltsorte als Lebende zurückzukehren. Diese (an sich ja hochgeschätzten, weil großteils Ahnen, aber doch gefürchteten) Wesen sollten davon abgehalten werden, irgendwelchen Schaden anzurichten, weshalb man versuchte, sie durch Gaben - vor allem kulinarischer Natur - geneigt zu machen.

Das machten sich arme, hungrige (und deshalb auch weniger furchtsame) Mitbürger zunutze. Sie verkleideten sich schaurig, um solcherart berechtigt zu scheinen, die bereitgestellten Gaben zu verzehren. Das blieb natürlich nicht verborgen, also stellten gutmütige Habende Zusätzliches (dumb supper) für die Nichtshabenden zur Verfügung (und werden wohl auch nicht besonderen Wert darauf gelegt haben, exakt zu überprüfen, wer sich nun was zu Gemüte geführt hatte).

halloween trick or treatDas lässt sich jetzt 1:1 auf die (an sich hochgeschätzten, aber doch gefürchteten) Youngsters übertragen: Die haben nämlich auch Ausgang erhalten, um sich gegen den Erhalt von Leckereien (z.B. die traditionellen Candy Corns) davon abhalten zu lassen, Schabernack anzustellen.
Und das tun Sie mit der Forderung 'Trick or treat'.
Bislang beschränkt sich das Trick-Or-Treat-Geschehen auf die USA - und es wären nicht die Staaten, gäbe es nicht zusehens Ausuferungen. Beidseitig.
Die Streiche, die für den Fall, abgewiesen oder mit einem von Ostern übergebliebenen Keks abgespeist zu werden, angedroht werden, haben seit einigen Jahren an Härte dazugewonnen. Galt es vor einem Jahrzehnt schon als hart genug, wenn Eier gegen die Häuser Spedenunwilliger geworfen wurden, werden immer häufiger ernste Sachbeschäfigungen gemeldet.

Aber auch die Jugendlichen selbst sind hoch gefährdet: An einem Tag, an dem fast jedermann verkleidet ist und Maskierte keine Aufmerksamkeit erregen, steigt die Anzahl der Verbrechen gegen zu Halloween in Massen herumlaufende Kinder und Jugendliche Jahr für Jahr an.
Einander (und sich) ein Save and happy Halloween zu wünschen, ist jedenfalls zur gängigen Redewendung geworden.

Bei uns hat Trick or Treat noch nicht richtig Eingang gefunden - derzeit besteht das größte Halloween-Sicherheitsproblem in Europa darin, dass in Dublin die ortsansässige Feuerwehr aufgrund ausser Kontrolle geratener bonfires zu Ehren Halloweens stets alle Hände voll zu tun hat...


Quelle

http://members.chello.at/hhofer/halloween-jack_o_lantern.htm#jac



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